„iFly (ich fliege)“
Tanztheaterproduktion mit Live-Musik
Idee: Anastasia Ferrer
Professionelle (Gast-)TänzerInnen der Kompanie Ferrer und professionelle Musiker kooperieren mit LaientänzerInnen der wirtschaftlichen Fachschule Caritas, Graz
PREMIERE: 13. März 2012 im Orpheum Graz
Mittagsvorstellung um 12:00 Uhr
Abendvorstellung um 19:30 Uhr
Kartenvorverkauf ab 25. November 2011
(Orpheum, Theaterkasse, Zentralkartenbüro, ÖTicket)
Die Idee der Tanztheaterproduktion „iFly (ich fliege)“ ist aus der derzeitigen Weltwirtschaftskrise entstanden. Diese Retrospektive reflektiert sowohl tänzerisch als auch musikalisch die emotionale Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Die dreiteilige Tanztanztheaterproduktion verbindet zeitgenössisches Tanztheater mit zeitgenössischer Live-Musik:
Tanz:
6 Professionelle (Gast-)TänzerInnen der Kompanie Ferrer
14 LaientänzerInnen der wirtschaftlichen Fachschule Caritas, Graz
Musik:
Akkordeon Bernd Kohlhofer
Saxophon Matej Bunderla
Percussion Toti Denaro
Inszenierung und Choreographie: Anastasia Ferrer
In „iFly (ich fliege)“ geht es um die menschliche Existenz. Existenz ist mit Emotionen verbunden. Wir kennen das alle: Existenzängste, Existenzkampf, Existenzkrise. Starke Emotionen, die individuell und in der Gruppe gelebt werden. Emotionen, die uns meist unvorbereitet überfallen.
Wann entstehen Emotionen? Dann, wenn uns etwas oder jemand „berührt“, sowohl auf der geistigen als auch auf der körperlichen Ebene. Anders ausgedrückt: dann, wenn wir von außen Impulse erhalten.
WIR sind IMPULSE. Wir geben sie weiter und nehmen sie an – oder lehnen sie ab. Unser Herzschlag ist unser Lebensimpuls. Dort beginnt alles Leben. Unsere Sinnesorgane sind auf Impulsempfang eingestellt. Wir lassen uns bestimmen oder bestimmen das, was wir zulassen und was wir abgeben und das, was wir ablehnen. Eine Maschinerie von Impulsen setzt ein. Das derzeitige uns bewegende Thema - die Weltwirtschaftskrise – wird in „iFly (ich fliege)“ mit tänzerischen, musikalischen und bildnerischen Mitteln (u.a. Projektion, Bühnenbild, Kostüme) reflektiert. Das Tanzheaterstück zeigt, wie aus einer gesellschaftlich normal funktionierenden, kommunizierenden Gesellschaft eine bis zur Hysterie entartete Massenpanik entstehen kann. Der Wunsch nach Leichtigkeit, Sicherheit und getragen zu werden bis hin zum „iFly“, die wirtschaftlichen Zustände schadlos zu überstehen, sind die emotionalen Themen, die tanztechnisch-künstlerisch und musikalisch auf der Bühne durch die Protagonisten umgesetzt werden.
Die Geschichte:
Die Trilogie wird mit einem tänzerischen Solo eines Individuums, einer Frau der Gesellschaft, mit Florett, eröffnet. Der Kampf mit sich selbst um die eigene Existenz durchläuft verschiedene emotionale Phasen. Impulse gebend musikalisch begleitet wird der erste Teil durch das Akkordeon mit seiner breiten Skala von Ausdrucksmöglichkeiten, virtuos gespielt von Bernd Kohlhofer.
Der zweite Teil wird von verschiedenen Gesellschaftsgruppierungen und deren Kommunikationsaustausch in Bezug auf das Thema „Weltwirtschaftskrise“ tänzerisch dargestellt. Emotionale Tief- und Höhepunkte erfassen die Körper, man lässt sich auf die Masse ein bzw. zeigt Widerstand. Es geht um „das Sich-selbst-in-Bewegung-Setzen“, „aktiv“ werden, Impulse setzen um zum „iFly“ zu kommen. Es geht ums Überleben! Impulse werden empfangen und gegeben. Es geht um menschliche Mechanismen, eigene und fremde.
Musikalischer Dialog mit einem Tenorsaxophon, das vor allem die emotionalen individuellen eher tiefgründigen Aspekte angibt, gespielt von Matej Bunderla, und die stark rhythmische bestimmende Percussion / Schlagzeug, gespielt von Toti Denaro, das primär die Aufgabe der Uniformierung der Gefühle übernimmt und dadurch einen beinahe leichten militaristischen Zug in das Allgemeingeschehen bringt..
Im dritten Teil wird das Individuum, die Frau, mit der Masse konfrontiert. Wird sie einen zu ihr passenden adäquaten Platz dort finden?